Kulturgut schützen, auch in der Ukraine

Der Schutz von Kulturgut angesichts katastrophaler Geschehnisse wie Brände, Flut oder sogar Kriegsereignisse hat in Thüringen hohen Stellenwert und deutschlandweiten Vorzeigecharakter. Seit 2019 stellt der Kulturrat Thüringen e.V. in Zusammenarbeit mit der Staatskanzlei, dem Innenministerium und weiteren Partnern umfangreiche Mittel und Möglichkeiten zur Notfallvorsorge bereit.

So auch am letzten Montag in Heilbad Heiligenstadt, wo der Fachberater Ralf Seeber auf der Feuerwache ab 9:30 Uhr eine Fortbildung für Kultureinrichtungen anbot. Der sog. Gerätewagen Kulturgutschutz war aus Nordhausen angefordert, sodass alle Teilnehmenden direkt vor Ort Einsicht nehmen konnten in die Ausrüstungssätze. Das zweite Fahrzeug, das in Weimar stationiert ist und ursprünglich präsentiert werden sollte, ist aktuell für die Ukraine im Einsatz; Ralf Seeber berichtete über die aktuellen Ereignisse und Hilfsmaßnahmen.

 

Thema des Seminars war der generelle Schutz von Kulturgut, unabhängig davon, ob es aus einem Museum, einem Archiv oder einer Bibliothek stammt. Die Fortbildung umfasste theoretische und praktische Inhalte zur Schadensvorsorge und Schadensbewältigung.

 

Ralf Seeber diente 38 Jahre als Feuerwehrmann und war u.a. 2004 erster Einsatzleiter bei der Brandkatastrophe in der Weimarer Anna-Amalia-Bibliothek. Zu den weiteren Teilnehmern gehörten die Museen des Landkreises Eichsfeld, die Bibliothek sowie das Archiv Heilbad Heiligenstadt.