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Daniela Scheele
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Daniela Scheele2026-07-07 16:21:432026-07-08 16:30:44Der Theodor-Storm-Verein besucht „Das Mystery Musical – Der Schimmelreiter” in Fulda!Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag:
10.00 bis 17.00 Uhr
Samstag und Sonntag:
14.30 bis 16.30 Uhr
Wir suchen Verstärkung! Wissenschaftliches Volontariat ausgeschrieben.
„Kommen Sie nur einmal her; es ist hier in der Tat reizend zu leben.“
Theodor Storm, 1856
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Die aktuelle Sonderausstellung
Raum für alle hat die Erde – Tiere in Theodor Storms Heiligenstädter Novellen
14. Juni – 20. September 2026
In einem Brief an seine spätere Ehefrau Constanze beschreibt Theodor Storm, wie ihn eine auf seinem Schreibtisch krabbelnde Spinne bei seiner Arbeit stört. Anstatt das Tier zu töten, bringt er es nach draußen in den Garten. Den letzten Satz seines Briefes „Raum für alle hat die Erde“ entnimmt er der Ballade Der Alpenjäger von Friedrich Schiller. Indem er sich auf dieses frühe, jagdkritische Werk bezieht, macht er seine Weltanschauung deutlich: Wie der Mensch ist jedes Tier ein sterbliches Wesen mit eigenen Gefühlen, Bedürfnissen und einem Anrecht auf Leben, was der Mensch nicht leichtfertig übergehen darf. Auch anhand der Tierfiguren in Theodor Storms Werken wird dieses Verständnis von der Lebensgleichheit zwischen Mensch und Tier deutlich: Durch das gemeinsame Empfinden von Liebe und Leid werden sie zu gegenseitigen Spiegelbildern im Kreislauf des Lebens.
Die Sonderschau „Raum für alle hat die Erde – Tiere in Theodor Storms Heiligenstädter Novellen“ beschäftigt sich mit der Darstellung und Bedeutung von sieben Tierfiguren aus den Prosa-Werken von Theodor Storms Heiligenstädter Lebenszeit: Sargfisch, Stechmücke, Brennnesselfalter, Maikäfer, Kanarienvogel, Wolf und Dackel. Neben plastischen Darstellungen der Storm’schen Tierfiguren als Holzfiguren und Glasscheiben in der Hauptvitrine ist auch eine breite Auswahl an Bildern zu sehen, darunter Drucke aus der Wissenssammlung Brehms Thierleben und Aquarelle, die von Kindern aus den Kunstkursen des Ateliers Herzensdinge in Heiligenstadt gemalt worden sind.
Als Begleitung durch die Ausstellung wird für Kinder ein Flyer und für Erwachsene ein Heft mit Zusammenfassungen der Novellen angeboten. Genauso steht ein kostenfreier Audioguide über QR-Codes zur Verfügung, um sich die Textzitate aus Storms Heiligenstädter Novellen anzuhören.
Das Herzstück der Sonderschau – eine stilisierte Haustür – wird nach dem Ablauf der Ausstellung am 20. September 2026 zum festen Bestandteil der Dauerausstellung werden.
Das Literaturmuseum „Theodor Storm“ befindet sich seit seiner Eröffnung 1988 in den Räumen eines der ältesten Häuser der Stadt, in dem 1436 im fränkischen Fachwerkstil errichteten Mainzer Haus.
Die Dauerausstellung präsentiert in sechs Räumen die Lebenswelt und das künstlerische Schaffen Theodor Storms zwischen 1856 und 1864.
Wechselnde Sonderausstellungen ergänzen das laufende Veranstaltungsprogramm.
Tipp: Nach dem Öffnen des Links und Starten des Rundgangs können Sie unten rechts in den Vollbildmodus wechseln.
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